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BIOGRAPHIE

 

Gerard Wagner

 

Maler *5.4.1906 Wiesbaden (D)

+13.10.1999 Dornach (CH)

 

Gerard Wagner wurde 1906 in Wiesbaden als der jüngste von drei Brüdern geboren. Als er zwei Jahre alt war, starb sein Vater und seine Mutter kehrte deshalb 1912 mit der Familie nach England zurück, nicht weit von Manchester, wo sie aufgewachsen war. Daher verbrachte Gerard Wagner seine Schulzeit in England.

 

Schon früh zeigte sich Gerard Wagners malerische Begabung. 1923, mit 17 Jahren, begann er seine Studien in der kleinen aber berühmten Künstlerkolonie St. Ives, einem Fischerdorf in Cornwall an der Westküste Englands, bei dem bekannten post-impressionistischen englischen Maler John Anthony Park ROI (1878-1962).Nach einem Jahr setzte er seine Studien am Royal College of Art in London fort und schloss sie dort im Sommer 1926 ab.

 

Er wollte dann in Frankreich malen. Unterwegs aber besuchte er Dornach, ein Dorf in der Nähe von Basel in der Schweiz, und entschloss sich ganz spontan dort zu bleiben. In Dornach fand er sich von den künstlerischen Impulsen Rudolf Steiners (1861-1925) umgeben, die ihn tief interessierten; er war beeindruckt von der besonderen Architektur des imposanten zweiten Goetheanumbaues und von der künstlerischen Arbeit, die er in Dornach erleben durfte.

 

Die Begegnung mit Rudolf Steiners Kunstimpuls prägte Gerard Wagners ganzes weiteres Leben, dem er die Erforschung und Ausarbeitung dieses Kunstimpulses widmete. Von diesem Zeitpunkt an lebte und malte er in Dornach. In strenger Methodik erforschte er die Grundfrage seiner Malerei, eine Frage, die schon während der Zusammenarbeit von Künstlern mit Rudolf Steiner am ersten Goetheanumbaues wichtig wurde: Wie entsteht aus der Farbe die lebendige Form?


 
 
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